PlayNation Test Life is Strange: Before the Storm

Life is Strange: Before the Storm - Wie gut zieht die Toter-Vater-Karte? Episode 1 im Test

Von Julia Rother - Review vom 06.09.2017 - 19:34 Uhr
Life is Strange: Before the Storm Screenshot

Kürzlich erschien das lang erwartete Prequel zum Erfolgshit Life is Strange. Wir haben uns die erste Episode von Life is Strange: Before the Storm ganz genau angeschaut und sprechen in unserem Test über authentische Charaktere mit hohem Leidensdruck, die es trotz fehlender Handlung absolut verstehen, uns in ihren Bann zu ziehen.

Einen Elternteil zu verlieren, ist eine Erfahrung, von der die meisten von uns bis ins mittlere oder späte Erwachsenenalter verschont bleiben. Trotzdem ist der Verlust eines geliebten Menschen eine unserer tiefgreifendsten Ängste und es gibt mehr als genug Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, für die diese Angst viel zu früh Realität wird. Verständlich also, dass sich Autoren und Produzenten von Filmen und Videospielen diesem sensiblen Thema in der Vergangenheit immer wieder annäherten. Erste Einblicke in die Nachwehen eines dramatischen Verlustes lieferte so beispielsweise Chloe Price aus Life is Strange. Nun ist der rebellische Teenager zurück und übernimmt in Life is Strange: Before the Storm von Deck Nine und Square Enix sogar die Rolle der Protagonistin.

Chloe ist zurück - und verletzlicher denn je

Das Prequel spielt dabei drei Jahre vor den Ereignissen des ersten Teils und heißt uns abermals in Arcadia Bay willkommen. Diesmal schlüpfen wir in die Haut der sechzehnjährigen Chloe, die vor zwei Jahren ihren Vater bei einem Verkehrsunfall verlor. Noch im selben Jahr von ihrer besten Freundin verlassen und mit einer Mutter konfrontiert, die langsam aber sicher Platz für einen neuen Mann in ihrem Leben macht, bleibt das junge Mädchen mit ihren Gefühlen allein zurück.

Freunde hat sie keine mehr, die Schule wird immer häufiger geschwänzt und ihre ehemaligen Hobbys haben längst an Bedeutung verloren. Stattdessen ständig präsent in ihrem Leben: Marihuana, Musik und allerlei überwältigende Emotionen, die sie einem kurz vor dem Ausbruch stehenden Vulkan ähneln lassen. Als in der ersten Episode namens Erwacht schließlich Rachel Amber, das beliebteste Mädchen der Schule, in ihr Leben tritt, die wiederum mit ihren ganz eigenen Dämonen zu kämpfen hat, entwickelt sich eine Freundschaft, die Chloes Leben maßgeblich bestimmen soll.

Wir sind mittendrin und haben allerlei Entscheidungen zu treffen, die sich über die drei Episoden hinweg auf den Verlauf der Geschichte auswirken. Der Auftakt verzichtet dabei auf große Handlungssprünge und konzentriert sich stattdessen auf die Innenwelt der Protagonistin, die wir nun in all ihrer Vielfalt kennenlernen dürfen.

Life is Strange: Before the Storm in unserem Test.

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