PlayNation Test FIFA 18

FIFA 18 - Weiterentwicklung oder Rückschritt?

Von Andre Holt - Review vom 04.10.2017 - 17:49 Uhr
FIFA 18 Screenshot

Es ist erneut so weit und die Fußballsimulation FIFA aus dem Hause EA Sports lädt zum alljährlichen Stelldichein. In diesem Jahr wirken die Neuerungen im ersten Moment eher gering und großartige Neuerungen, wie die Einführung der Frostbite-Engine oder des Story-Modus The Journey, gehören der Vergangenheit an. Bedeutet das im Gegenzug auch, dass das Spiel auf der Stelle tritt oder konnte die Zeit gut für eine Weiterentwicklung des Spiels genutzt werden? Das und vieles mehr erfahrt ihr in unserem Test zum brandneuen FIFA 18!

Mit der Einführung der Frostbite-Engine im vergangenen Jahr versprach EA Sports, dass man mehr Realismus denn je bieten könne - sei es durch neue Animationen, verbesserte Optik oder allgemeines Gameplay-Verhalten. Die Implementierung wurde eigentlich größtenteils positiv aufgenommen, doch man merkte schnell, dass das Entwicklerteam noch recht jungfräulich im Umgang mit der neuen Engine war. Es fehlte schlussendlich einfach die Erfahrung und das merkte man dem Spiel leider stellenweise auch an. Eigentlich wäre der Zeitpunkt doch perfekt, damit FIFA 18 beweisen kann, dass der Umstieg der Engine wirklich lohnenswert war und aus den Fehlern gelernt wurde.

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"Entscheidend is auf’m Platz"

Um festzustellen, ob FIFA 18 den Vorschusslorbeeren gerecht wird, hilft aber nur ein erstes Testspiel. Glücklicherweise erwartet uns direkt zum ersten Start eine cineastisch ausgearbeitete Partie zwischen den Stadtrivalen Atlético und Real Madrid. Actiongeladen werden wir in das Spiel eingeführt und nach einem üblen Foul übernehmen wir die Rolle von Cristiano Ronaldo, der in gewohnter Pose breitbeinig zum Freistoß antritt. Die Spannung steigt und nach einer präzisen Positionierung des Schusses trifft der Portugiese und das Stadion droht zu explodieren. Die Präsentation ist dermaßen gut gemacht, dass die Vorfreude auf das Spiel noch mehr steigt, obwohl man den Titel bereits endlich in den Händen hält. Nach diesem Traumtor wird die Partie normal fortgesetzt und wir stellen schnell fest, dass FIFA 18 ungewohnt behäbig daherkommt. Während wir aus der Vergangenheit einen eher schnellen und flüssigen Ablauf gewohnt waren, wirkt die langsamere Geschwindigkeit mehr denn je wie die Pro Evolution Soccer-Reihe von Konami. Das ist jedoch keinesfalls schlecht, denn FIFA wird oft der fehlende Realismus nachgesagt, den es beim Konkurrenzprodukt PES in der Art und Weise nicht gibt.

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Langsamer = gut?

Das fehlende Tempo kommt durch unterschiedliche Dinge zustande, die mit FIFA 18 integriert, bzw. stark verändert wurden. Am stärksten dafür verantwortlich dürfte dabei die Veränderung der Spieler sein, die jetzt nach sogenannten Archetypen aufgeteilt werden. Während es in der Vergangenheit eigentlich immer so war, dass die Größe der Spieler wenig ausmachte, setzt FIFA 18 endlich auf diesen wichtigen Faktor. Ein großer und bulliger Spieler wird somit etwas langsamer auf dem Feld sein und Kopfbälle zwar aufgrund seiner Größe bekommen, aber eher weniger hoch springen. Dafür wird er in der Lage sein, besser in Zweikämpfen abzuschneiden und die personifizierte Angst der gegnerischen Offensive darstellen.

Ein kleinerer und quirligerer Spieler hingegen wird dafür flott über den Rasen flitzen und Freiräume eher ausnutzen können. Logischerweise wirkt sich die Größe und somit auch die Länge der Beine auf die einzelnen Schritte aus, die Spieler für die gleiche Strecke benötigen. Auch wenn diese Änderung eher im Hintergrund auftritt, bemerkt man sie dennoch stark, wenn man darauf achtet oder es gar direkt mit den Vorgängern vergleicht. Dem Realismus schadet es jedenfalls überhaupt nicht und sorgt sogar noch eher für eine taktischere Strategie der eingesetzten Spieler - fernab vom einfachen Schauen auf die einzelnen Wertungen.

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