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Assassin's Creed: Origins - Zurück zu alten Tugenden

Von Patrik Hasberg - Test vom 29.10.2017 - 19:46 Uhr
Assassin's Creed: Origins Screenshot

Wir haben uns unzählige Nächte um die Ohren geschlagen und sind über 30 Stunden durch das antike Ägypten gelaufen, geklettert und geritten. Haben gekämpft, gerätselt und gestaunt, um festzustellen dass Ubisoft Montreal mit Assassin’s Creed: Origins den bisher besten Teil der Serie veröffentlicht hat. Für alle Fans der Reihe ein absoluter Pflichtkauf, für Rollenspiel- und Action-Adventure-Fans mit einem Faible für Ägypten ebenfalls.

Auf den Spuren der alten Pharaonen

Was haben wir innerhalb der Assassin’s Creed-Reihe nicht schon alles durchgemacht? Im ersten Ableger haben wir als Altair miterlebt, wie der Dritte Kreuzzug das Heilige Land zerriss, spielten in Black Flag während des Goldenen Zeitalters der Piraterie den britischen Piraten Edward Kenway, erfuhren als Arno Victor Dorian die Schrecken der Französischen Revolution von 1789 bis 1799 am eigenen Leib und schlüpften schließlich in die Rolle der beiden Geschwister Jacob und Evie Frye im viktorianischen London. Im Hintergrund hielt dabei der multinationale Konzern Abstergo Industries die Fäden fest in der Hand.

Nach Assassin’s Creed: Syndicate wagt sich Black Flag-Entwickler Ubisoft Montreal mit Assassin's Creed: Origins nun an ein eher seltener genutztes Setting und schickt den Spieler in das alte Pharaonenreich im ptolemäischen Ägypten. Die Handlung spielt dabei rund 49 v. Chr. und lässt den Spieler in die Rolle des Protagonisten Bayek von Siwa schlüpfen. Bayek dient eigentlich als sogenannter Medjai dem Pharao, sieht sich selber aber eher als Beschützer und Diener des ägyptischen Volkes.

Eingangs der Handlung bekommen wir Bayeks Motivation für die rund 30-stündige Story präsentiert – Rache. Gemeinsam mit seiner Frau Aya hat er dem Verlangen nach Vergeltung schon lange nachgegeben und es sich zur Lebensaufgabe gemacht die Drahtzieher für diese Tat ausfindig zu machen.

Es handelt sich also serientypisch um einen Rachefeldzug, der nach und nach aber immer komplexere Züge annimmt und sich zunehmend schwieriger gestaltet, als zu Beginn noch angenommen. Denn es ist eben nicht damit getan eine Zielperson aus dem Leben zu befördern. Schließlich befindet sich ganz Ägypten in Aufruhr und Bayek bekommt es mit immer mächtigeren sowie gefährlicheren Feinden zu tun. Auch Kleopatra und Caesar bekommen wir im Laufe der Handlung zu Gesicht. Außerdem stellt sich für Bayek immer wieder die eine Frage, ob Rache wirklich die Lösung für alle Probleme darstellt. Es bleibt jedenfalls fraglich, ob sich dadurch wirklicher Seelenfrieden erreichen lässt.

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Bayek, der Medjai von Siwa

Nachdem wir in den vorherigen Ablegern bereits zahlreiche Protagonisten gesteuert haben, geht es nun also mit Bayek durchs antike Ägypten. Streng genommen spielen wir in Origins aber gar keinen Assassinen, sondern einen Mann der sich neben Rache auch der Ideologie einer besseren sowie gerechteren Welt verschrieben hat und von dieser Idee besessen zu sein scheint. Da lässt auch die Gründung der Bruderschaft, wie der Beiname „Origins“ im Vorfeld bereits vermuten ließ, nicht mehr lange auf sich warten. Für Assassin’s Creed-Fans ist der aktuelle Ableger alleine durch die angedeutete Entstehungsgeschichte also bereits ein Pflichtkauf.

Trotzdem fällt es dem Titel zu Beginn noch ein wenig schwer, Bayek als sympathischen oder zumindest nachvollziehbaren Charakter darzustellen. Im Laufe der Handlung erfahren wir aber mehr über seine Vergangenheit, seine Motivation und verstehen Schritt für Schritt seine Sichtweise. Die erzählte Handlung, aber auch die Nebenmissionen werden hauptsächlich in aufwändig inszenierten Zwischensequenzen erzählt. Vor allem gegen Ende zieht der Spannungsbogen noch einmal ordentlich an und präsentiert und beeindruckende Bilder.

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