Von Andre Holt | News vom 13.09.2017 - 17:04 Uhr - Kommentieren
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Nach drei Jahren auf der Flucht stellte die Polizei im Kosovo jetzt einen der beiden mutmaßlichen Betreiber der illegalen Streaming-Plattform Kinox.to. Kreshnik S. stellte sich demnach den Behörden, doch sein Bruder befindet sich weiterhin auf der Flucht. Ihnen droht eine lange Haftstrafe.

Bei verschiedenen Streaming-Portalen wurden in der Vergangenheit immer wieder geschützte Filme und Serien zum kostenfreien Anschauen hochgeladen. Während das Ansehen von Streams lange Zeit als Grauzone galt, ist mittlerweile bestätigt worden, dass auch Streams illegal seien, da ebenfalls Daten geladen werden und sich als Buffer indirekt auf dem PC befänden.

Mutmaßlicher Betreiber stellt sich freiwillig

Eine der größten Seiten mit einem solchen illegalen Angebot nennt sich Kinox.to und bereits 2014 wurde im Rahmen einer Razzia in Lübeck gegen die Hintermänner vorgegangen. Dabei seien zwei Personen festgenommen und zwei weitere mit einem internationalen Haftbefehl versehen worden. Bei den beiden Flüchtigen handelt es sich um die Brüder Kreshnik und Kastriot S., die als mutmaßliche Gründer und Betreiber der Internetseite angesehen werden. 

Wie das Handelsblatt berichtet, stellte sich der 24-jährige Kreshnik S. nach der dreijährigen Flucht bereits Mitte Juli freiwillig den Behörden im Kosovo und sitze in Auslieferungshaft. Eine Überführung nach Deutschland stünde demanch kurz bevor und die Ermittlungen könnten fortgesetzt werden. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft den Brüdern neben dem Betrieb von Kinox.to, noch die Führung weiterer illegaler Internetportale, wie movie4k.to, mygully.com und boerse.sx, vor. Ebenfalls sollen sie an den Filehostern freakshare.com und itshare.com beteiligt sein, die oftmals für den Upload illegaler Inhalte genutzt würden. Auch Verbindungen zu den Gründern des Vorgängers Kino.to soll es gegeben haben - diese wurden mit teils mehrjährigen Haftstraften verurteilen. 

In der Gesamtheit wirft die Generalstaatsanwaltschaft Dresden den Brüdern unter anderem gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung und sogar räuberische Erpressung und Brandstiftung vor. Wenn es neue Informationen zu dem Fall gibt, teilen wir euch diese sofort mit.

Einer der beiden mutmaßlichen Betreiber der illegalen Internet-Plattform Kinox.to stellte sich jetzt im Kosovo den Behörden.

Quelle: Handelsblatt

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